57. Dr.-Toni-und-Rosa-Russ-Preis und -Ring 2026

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00:00:04: Ja, wir töret alle Redherzle.

00:00:08: Begrüßt im Namen von der Musik!

00:00:11: Wir sind Hans-Kaspers Enkel, unser Großvater Hans Kasper Troi und Sinne froh!

00:00:22: Der Reser Sutterlütte ist der Schwöchstegssinfer Anne-Marie ist Großvater und drum sind mehr Verwandte.

00:00:29: Also, Anne Marie ist Kursin der zweiten Gradis und das Freude, dass sie uns gefragt hat zum Hüt da oben musikalisch Begleiter.

00:00:38: Und was Brugmühle ist wie man es sieht und Pfistetreue gemeinsam hängt, ist, dass die BDG ihn singt und auf das bezieht sich auch das Lirt wo sie Anne Marie ausgewählt hat.

00:00:52: Unser Großvater ging es um Hans Kasper und Zinn-Burb.

00:00:56: Ohne versinnene Achtgöbel ist der Kaspar Treuks in dem Mundartichter, für den haben wir erledigt, wo er geschrieben hat, der Text, wo zum Ausdruck kommt, dass Singe so wichtig war.

00:01:08: Und zwar das Lied eines die Alt Gitarre und das Getelle von Hans Kaspar haben wir auch da.

00:01:17: Was ganz typisch war damals als schwerer Zitter hat Musikländer Platz neben der Arbeit und Kasper hat da so ein ganz schönes Ausdruck.

00:01:25: Sein Finger mit Schrunden haben Mengs Lieder gefunden, auf dem er meine Ahne schon gespielt hat.

00:01:33: Und wenn er noch mal Lust hatte oder das Lied kennt, dann ist er gehen eingeladen zum Mitzum- oder Mitzinger beim Refrain.

00:01:40: Eine ist die Altgitarre.

00:01:44: Sein Finger mit Schrundahen mengst wir, doch Wunder oft er hat.

00:02:11: wie meine Schöngspiel auf der Halt, die meine Schölgspiel.

00:02:43: Italisch vergriffen am liebendem Stärk.

00:02:49: sieben Jahrzehnt ist es bereit

00:02:53: zu verwerfen.

00:02:55: und ich stell

00:02:56: mir manchmal vor wir sind dunkle schwere Jahre Früder hat

00:03:01: Brot und Filier Auf der hat mein

00:03:07: Ene, meine Enesche gespielt.

00:03:11: Auf der hab' min ene

00:03:14: Schöck spiel.

00:03:16: Sein Finger mit schlunderen

00:03:20: Rängsleer, doch Funder auf der hart!

00:03:24: Mein Eneschöck spielt... Und hanget's, geht der Leber mir an der Wand Fürn'net wir früher nie so viel Ton Wenn es wieder der Wack klingt Herrle.

00:03:48: und auf Röda bringt Mord nicht mehr reine Loszuwurm.

00:03:55: Auf der Harte meine Nähne ist ja gespielt.

00:04:01: Auf der harte meine Nähne ist schon gespielt Sein Finger

00:04:08: mit schrunder

00:04:09: Händmängsiert und Funda oft.

00:04:13: er hat, Minene Schösspiel.

00:04:19: Er hat Minene-Schösspiel.

00:04:24: Und seiten der Herrgott Assistam also?

00:04:29: Ich föd das ist zeitläcksige Delle davon!

00:04:35: Und wenn viele Jahr vergannt nichts nach mehr der Nächtig-Konsinkten, will

00:04:42: ich doch das nirr.

00:04:45: Auf der hat mein Enem

00:04:48: meine

00:04:49: Nähne Schöck spielt!

00:04:51: Auf der hatt die Nähnenschöcke spielen!

00:04:57: Ihr Leder, dir zunger Sandwohnhüt verklungen auf der Hatt... Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste!

00:05:45: Ich beginne mit einer Frage die nicht meine ist.

00:05:49: Es ist die Frage eines sechzehnjährigen Mädchens aus dem Prägenzer Wald gestellt vor fünfzig Jahren.

00:06:00: Was geht eigentlich in einem Mörder vor?

00:06:04: Die meisten von uns stellen sich so eine Frage einmal und lassen es dann wieder los.

00:06:11: Dieses Mädchen hat nicht losgelassen, mit achtzehn hat sie den ersten Brief ins Gefängnis geschrieben und sie schreibt und besucht und begleitet bis heute seit über fünfzig Jahren.

00:06:25: dieses Mädchen ist unsere heutige Preisträgerin Anne-Marie Sutterlütte.

00:06:42: bevor ich zu ihr komme Ein Wort zu Ihnen.

00:06:47: Unser Auge sieht scharf in einem Bereich von nur etwa zwei Grad, alles andere bleibt unscharf.

00:06:55: Am Rand des Blickfelds nehmen wir nur Bewegung und hohe Kontraste wahr Und genauso sehen wir Menschen am Rand der Gesellschaft Nur dann wenn es laut wird bei der Tat beim Skandal, bei der Schlagzeile.

00:07:13: Wer am Rand sehen will Der muss den Kopf drehen.

00:07:18: Das passiert nicht von selbst, das ist eine Entscheidung und heute Abend entscheiden sich weit mehr als vierhundertfünfzig Menschen gleichzeitig den Kopf zu drehen.

00:07:33: Vierhundert fünfzig Menschen zwei Stunden da sind neunhundert Stunden Lebenszeit fast vierzig Tage an einem einzigen Abend für ein einziges Thema.

00:07:46: ohne dieses Publikum wäre der Russpreis eine Ehrung.

00:07:51: Mit diesem Publikum wird da zu einem gesellschaftlichen Moment, dafür bedanke ich mich bei Ihnen ganz herzlich.

00:08:01: gleich zu beginnen!

00:08:03: Ich kann nicht bei so vielen Persönlichkeiten alle namentlich begrüßen einige aber sehr herzlich.

00:08:12: ein herzliches Willkommen der hohen Geistlichkeit mit Jozusan Bischoff, Beno Elbs und Abt Vincent Wohlwend.

00:08:23: Ein herzliches Willkommen!

00:08:31: Magnus Brunner hat es übernommen, die Preisträgerin seitens der Politik zu würdigen.

00:08:36: Ich begrüße den EU-Kommissär mit seiner Gattin Eva sehr herzlich.

00:08:47: ich freue mich über die Repräsentanten der Vollberger Politik Landesrätin Barbara Schöbifink und Landesrat Marco Titler.

00:08:57: ein herzliches willkommen dem Hausherrn Bürgermeister Michael Ritsch.

00:09:00: Herzlich willkommen.

00:09:06: Ein besonderer Gruß gilt dem Laudator des heutigen Abends, Reinhard Halla.

00:09:16: Und natürlich lebe Anna-Marie Sutterlütte gemeinsam mit deiner Familie und jenen Wegbegleitern der dich über so viele Jahre auch getragen hat.

00:09:28: Herzlich willkommen, Anna Marie Sutterlütti!

00:09:39: Für die Musik danken wir Hans Kaspars Enkel namendlich Uli Troij Richard Natter & Jos Natter Sehr herzlich.

00:09:48: Danke!

00:09:54: Ein Wort sei mir erlaubt in eigener Sache, es bleibt bei einem.

00:09:58: ich verspreche heute um dreizehn Uhr fünfzehn also vor ziemlich genau sechs Stunden sind die Medienteile von Russmedia und Mosa Holding zu einem gemeinsamen Unternehmen geworden mit der BTV als neuen Partner deren Vorstandsvorsitzender Gerhard Purcher heute Abend auch bei uns ist.

00:10:19: Unternehmern verändern sich.

00:10:21: Dieser Preis bleibt und damit zum Thema des heutigen Abends.

00:10:34: Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben heute kein bequemes Thema!

00:10:41: Der Russpreis wurde im Gedenken an meinen Vater gestiftet, Toni Rusz, Herausgeber- und Chefredakteur der Vollberger Nachrichten, gestorben am zweiten September neunundsechzig mit sechsundfünfzig Jahren und die Erinnerung auch an meine Mutter, Rosarus.

00:11:03: Was diesen Preis von Anfang an ausgezeichnet hat ist eine Idee, nämlich private Initiative – Menschen, die nicht warten bis ein Amt zuständig ist, die sich nicht fragen, ob es dafür möglicherweise ein Budget gibt, der einfach anfangen und dranbleiben.

00:11:23: Heuer richtet sich dieser Blick auf jene die kaum jemand ansieht.

00:11:29: Ein Satz von Anna-Marie Sutterlütte ist zum Motto des heutigen Abends geworden Menschen am Rande, strafgefangene Haftentlassene Suchtgiftkranke Prostituierte psychisch kranke Straftäter Angehörige von inhaftierten vor allem Frauen mit kleinen Kindern und Sterbende, die sonst niemand besuchen will.

00:11:53: Menschen also bei denen wir alle die Erfahrung machen, dass Mitgefühl anstrengend wird.

00:12:02: Das Theater war schon vor hundert Jahren weiter als wir.

00:12:08: In der drei Groschenoppe stellt Bertolt Brecht zwei Figuren auf die Berliner Bühne vor gutbürgerlichem Publikum im Abendanzug.

00:12:22: Mackey Messer den Mörder und Jenny die Prostituierte.

00:12:27: Genau das Personal, um dass es heute Abend geht.

00:12:30: und am Schluss lässt er singen was wir alle kennen – die Strophe über die im Dunkeln und die im Licht Denn die einen sind in dem Dunkeln Und die anderen sind im Licht.

00:12:43: Man sieht die im Lichte Die im Dunkeln sieht man nicht.

00:12:49: Brecht hat das als Anklage gemeint.

00:12:52: Ich lese das heute abends als Auftrag Denn wer im Dunkeln steht, der entscheidet das nicht selbst.

00:13:01: Das entscheidert immer der, der den Scheinwerfer in der Hand hält.

00:13:06: Heute Abend halten wir diesen Scheinwörfer gemeinsam und wir drehen ihn um.

00:13:14: Über den Lebensweg der Preisträgerinnen werden heute Abend noch Magnus Brunner sprechen, ihr werkwürdig Dreynard Haller – ich greife dem nicht vor.

00:13:27: drei Dinge, die mich persönlich beeindruckt haben.

00:13:32: Erstens Vollberg hat keine Anstalt für Langzeit-Fullzug.

00:13:37: Wer eine lange Strafe hat kommt weit weg.

00:13:41: der kommt nach Stein, nach Garten in die Kalao oder nach Gölersdorf.

00:13:46: Dort sitzen Vollbergerinnen und Vollberger, die seit einem Jahr keinen einzigen Besuch hatten außer einen.

00:13:56: Fünfzigtausend Kilometer im Jahr auf eigene Kosten und das seitdem sie achtzehn ist.

00:14:02: Meine Damen und Herren, der Erdumfang hat vierzigtausend Kilometer.

00:14:06: Sie fährt jedes Jahr einmal um die Erde und dann noch zehntausend Kilometern dazu Nicht für Ihre Karriere sondern für Besuche.

00:14:16: Zweitens Sie nimmt Angehörige mit Frauen mit einem Baby auf dem Arm Die sich die Fahrten nach Stein niemals leisten könnten.

00:14:27: Sie weiß wenn ein Mensch draußen niemanden mehr hat wird nach der Entlassung erst richtig gefährlich.

00:14:36: Für ihn und für uns alle, Britens – das ist ihr eigenes Wort!

00:14:43: Sie nennt ihre Arbeit Wurzelbehandlung.

00:14:47: Sie fragt nicht nach der Tat, sie fragt nach der Wurzel.

00:14:50: Warum ist das passiert?

00:14:52: Was hat

00:14:52: gefehlt?!

00:14:54: Wer hält wirklich zu dir?

00:14:56: Was hast du zerstört?

00:14:59: Das sind unbequeme Fragen Aber es sind die einzigen, die etwas verändern.

00:15:06: Und damit es nicht missverstanden wird – das ist keine naive Milde!

00:15:11: Sie verharmlost keine Schuld, sie entschuldigt nichts.

00:15:15: Sie hat mit ... Sie hat siebenunddreißig jahrelang hauptberuflich Prostituierte und Aussteigerinnen gearbeitet.

00:15:24: Sie kennt die Härte dieser Welt besser als jeder von uns hier im Saal.

00:15:30: Und trotzdem oder gerade deshalb?

00:15:32: Sie hat einmal geschrieben, dass sie sich Gefangene als Baby vorstellt.

00:15:39: Denn so geboren wurde keiner und die Frage war immer was ist seither passiert?

00:15:45: Über die Menschen, die sie begleitet sagt sie diesen Satz in ihnen allen steckt etwas kostbarer, etwas einzigartigeres.

00:15:56: ihre Arbeit macht Vollberg menschlicher und sicherer zugleich.

00:16:02: das ist selten.

00:16:04: Ausgewählt haben die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger, die Redaktion der Vollberger Nachrichten und die Herausgeberfamilie.

00:16:14: Eine Scherie, die weiß in einer Zeit, in der schnell verurteilt und noch schneller ausgegrenzt wird.

00:16:21: Brauchen wir Menschen, die hinsehen, hinfahren und bleiben?

00:16:29: Meine Damen und Herren!

00:16:30: Wir vergeben diesen Preis halt zum siebenundfünfzigsten Mal In dieser Reihe stellen sehr unterschiedliche Menschen, die sehr unterschiedliches getan haben.

00:16:41: Und eines haben sie gemeinsam.

00:16:43: Sie haben nicht gewartet bis jemand anderer zuständig ist.

00:16:48: und eines ist heuer wieder ganz besonders.

00:16:51: Eine Marisota Lüte hat ihre Arbeit über fünf Jahrzehnte hinter Türen getan.

00:16:56: Hinter Tüern, die sich hinter ihr geschlossen haben ohne Publikum oder Applaus meistens ohne dass irgendjemand davon erfahren hat.

00:17:07: Heute Abend ist das anders, liebe Annemarie!

00:17:10: Wir gratulieren dir von Herzen zum Dr.

00:17:13: Tony und Rosa Russpreis, im Jahr für die Zeit des Jahres.

00:17:17: Und wir freuen uns, dass wir heute Abend zwei Stunden lang über das sprechen dürfen, worüber sonst kaum jemand spricht.

00:17:26: Meine Damen und Herren, ich bitte Sie begrüßen Sie mit mir nochmals die diesjährige Preisteigerin, Anna-Marie Sutterlütte.

00:17:57: Meine Damen und Herren, ich freue mich sehr, dass die Würdigung von politischer Seite heute jemand übernimmt der von hier kommt.

00:18:06: Dr.

00:18:06: Magnus Brunner.

00:18:07: Ihnen vorzustellen in diesem Kreis wäre allen nachher dengetragen warum er heute aber genau da richtige ist.

00:18:14: Magnus Bruno is dem Brüssel für die innere Sicherheit eines ganzen Kontinenz zuständig – Sicherheit im ganz großen Maßstab.

00:18:28: Anna-Marie Sutterlütte stellt Sicherheit dem kleinsten denkbaren Maßstabe her durch Beziehung, durch ihren Brief und durch einen Besuch damit Menschen nach der Entlassung nicht wieder rückfällig werden.

00:18:43: Beides ist Sicherheitspolitik!

00:18:45: Wir reden meistens nur über das eine.

00:18:49: Lieber Magnus herzlich willkommen zu Hause.

00:18:51: wir freuen uns auf deine Worte.

00:19:12: Sehr geehrter Herr Landesbischof, Mitglieder der Landesregierung, Bürgermeister, Abgeordnete, liebe Familie Ruß, vor allem aber liebe Frau Sutterlüte.

00:19:22: Wenn man ihre Biografie liest und über ihr Leben liest, dann erfährt man – wir haben das vorher gehört, dass Sie in Ihrem Leben Tausende, abertausende Briefe erhalten haben von Menschen die sonst kaum jemandem schreiben, die auch kaum einen Brief bekommen.

00:19:42: Das lässt einen natürlich nicht los.

00:19:44: Also diese Biografie beschäftigt einen ganz enorm und jetzt bekommen natürlich viele in diesem Saal immer wieder Briefe oder E-Mails, würde ich meinen.

00:19:55: die meisten fordern etwas manche beschweren sich wenige bedanken sich vor allem in der Politik.

00:20:03: natürlich nicht kaum einer stammt aber von jemandem der tut was Sie tun.

00:20:11: Wahrscheinlich ist das der Grund, warum uns Ihre Geschichte, ihre Lebensgeschichte so tief berührt wenn man sie liest und ich habe mir überlegt, was würden wir hier im Saal Ihnen für einen Brief schreiben?

00:20:27: Ich würde Ihnen – wenn nicht darf – Folgendes schreiben.

00:20:31: Liebe Frau Sutterlütte!

00:20:34: Als junger Jurist habe ich mein Gerichtsjahr absolviert einige Wochen davon auch im Strafvollzug.

00:20:41: Das heißt, dass ich nur einen Hauch von einer Ahnung habe was Sie in Ihrem Leben gemacht haben und erlebt haben.

00:20:49: Aber ganz sicher ist eines Ich nach ein paar Wochen bin gegangen zurück ins normale Unteranführungszeichen leben zurück in ein Leben das mir offen stand.

00:21:02: sie sind geblieben nicht wochen nicht Jahre sondern sie sind Jahrzehnte geblieb.

00:21:09: Und ganz besonders beeindruckt hat mich, als ich gelesen habe dass die junge Annemarie die Freiheit vor allem über alles liebte.

00:21:17: Die Rocker Szene Santana hab' ich gelesen Musik, die von Aufbruch erzählt, von Freiheit erzählt und von Ketten auch, die man sprengt.

00:21:29: Und ausgerechnet sie, die diese Freiheit so sehr liebten haben sich entschieden einen Teil davon, einen Teil dieser Freiheit davon an jene zurückzugeben, die sie sich selbst eigentlich genommen haben.

00:21:44: Nicht weil man sie dazu verpflichtet hätte – nein freiwillig!

00:21:48: Das ist finde ich die eigentliche Pointe in ihrem Leben.

00:21:52: Wer die Freiheit so sehr liebt wie Sie und sie trotzdem regelmäßig an der Gefängnispforte abgibt um sie mit anderen auch zu teilen, der versteht etwas von Freiheit das die meisten von uns wahrscheinlich nie lernen.

00:22:09: Aus der Perspektive Europas ist es leicht, Grenzen zu ziehen zwischen jenen die dazugehören und jenen über die man lieber nicht mehr spricht.

00:22:19: sie ziehen diese Grenze natürlich nicht.

00:22:23: das weiß hier im Saal auch jeder und deshalb sind wir heute natürlich auch hier.

00:22:28: ich beschäftige mich in meiner Arbeit viel mit Grenzen mit Landesgrenzen natürlich Staatsgrenzen mit der Frage wer hereinkommen darf nicht mit Sicherheit eben auch und mit Herkunft.

00:22:42: Das ist aber nicht Thema dieses Briefes, in diesem Brief möchte ich von einer anderen Grenze schreiben – von der Grenze die manchmal mitten durch einen Menschen verläuft zwischen dem was er getan hat und dem wer er eigentlich noch sein könnte.

00:22:58: Und diese Grenze zu überschreiten immer wieder mit einem Brief ja?

00:23:03: Mit einer Autofahrt um den ganzen Globus für eine Familie mit einem stillen Nachmittag auch im Gespräch.

00:23:12: Das ist, so würde ich sagen die eigentliche europäische Idee, auch die.

00:23:17: wir haben nicht die Grenze auf der Landkarte sondern die Grenzen im Herzen, die wir bereit sind zu überschreiten um im anderen zuerst einmal den Menschen zu sehen.

00:23:30: Ihr Engagement Frau Sutterlüte kennt wie man über sie schreibt und viel gelesen hat keine Bundesländer Grenzen.

00:23:38: Es kennt auch die Grenzen der Bequemlichkeit nicht, die uns sonst so oft davon abhalten irgendwo hin zu sehen.

00:23:46: und sie haben auch klare Worte immer wieder gefunden wenn im System etwas gefehlt hat.

00:23:54: Worte gefunden die wichtig waren und das zeigt ihre Zuwendung ist nicht naiv.

00:23:59: Ihre Zuwendungen sind wach und deshalb ist diese Zuwendungs aus meiner Sicht auch glaubwürdig.

00:24:06: Ich weiß nicht, ob Sie sich manchmal auch fragen, ob das was sie tun überhaupt gesehen wird.

00:24:13: Und genau deswegen ist die Entscheidung der Jury und der heutige Abend wo sie im Mittelpunkt stehen und ihre Arbeit im Mittelpunkt steht so wichtig dass es eben gesehen wird hier in Vorarlberg in Österreich aber auch in ganz Europa.

00:24:28: Und ich würde liebe Frau Sutterlütte diesen fiktiven Brief mit dem Gedanken schließen, mit dem ich begonnen habe.

00:24:37: Freiheit ist etwas das man behalten kann indem man sie teilt – mit anderen teilt.

00:24:44: Sie haben Ihre Freiheit nie verloren Frau Sutterlütte!

00:24:48: Sie haben sie nur großzügiger verstanden als die meisten von uns.

00:24:53: Das danke dass Sie geblieben sind und das seit Jahrzehnten.

00:25:20: Ja Annemarie ist Tour und Tour Wäldere und sie hat sich gewünscht das inoffizielle Wälder lehrt singet, ein Wäldenorf ist meine Welt und da sind alle herzlich hingeladen zum Mitsinger.

00:25:36: Die Kielke Korik ist da, Rotary Prägenzer Wald hat sehr viel Wälter und auch die Nichtwäldertöre zingen was sie denken.

00:25:44: pflicht nicht luddruh zum Säge.

00:25:47: ich möchte sonst nirgends sein.

00:25:49: so gern bin ich im Waltherheim also singe da dass er jeder

00:25:54: Ja,

00:25:54: der Tätedienstlader zum Mitzinger Richard spielt.

00:25:58: Ob passend zum Blert war es in den Weltweit als Hornsäge die sogenannte Oberschenkelzitter.

00:26:16: Ein Wälderdorf!

00:26:24: Ich möcht sonst nirgends, nirgend sein.

00:26:48: So gern bin ich im Wald daheim!

00:27:04: Landeck der Schnee, die Alpen zu Lavinen wirft, die Kanis

00:27:11: flug.

00:27:13: Ich

00:27:13: möcht sonst

00:27:14: nirgends

00:27:16: nirgend

00:27:17: sein So gern bin ich im Wald daheim.

00:27:23: Ich sah das Meer in böser Zeit Die große Stadt und länderweit Dort räumte ich von Schindelbach Zur Meierzeit den schönen Markt.

00:27:51: Ich möcht sonst nirgends, nirgens sein.

00:27:56: So gern bin ich im Walterheim.

00:28:01: Ich möcht's uns nirgend, nirgends sein

00:28:05: So gern bin ich im Wald daheim Was mir

00:28:12: das Jahr

00:28:14: auch bringen mag.

00:28:16: Doch nach mir heucht ein Sonnentag Im Nachbarhaus in Freude und Fried Klingt abends oft als Bilderlied.

00:28:30: Ich möchte sonst

00:28:32: nirgends nirgend sein, so gern bin ich im Walterheim.

00:29:25: noch niemals gesungen, aber ich habe das großartig gemacht.

00:29:28: Vielen herzlichen Dank!

00:29:30: Meine sehr geehrten Damen und Herren, den Ladator des heutigen Abends stelle ich in diesem Kreis auch nicht besonders vor.

00:29:42: Ich muss ihn nicht vorstellen, aber es ist mir eine besondere Freude.

00:29:46: Universitätsprofessor Dr.

00:29:47: Reinhard Haller.

00:29:49: Sie kennen ihn?

00:29:50: Und im Jahr zwei Tausendzehn war er Selbstträger dieses Preises.

00:29:55: Nur so viel erstand aus Mellau.

00:29:57: Unsere Preisträgerin kommt aus Eck, das sind nur ein paar Kilometer.

00:30:02: Zwei Prägen zur Wälder und beide haben in ihrem Leben mit den selben Menschen verbracht.

00:30:09: Vierunddreißig Jahre lang hat Renat Halla das Krankenhaus Maria Ebene geleitet.

00:30:16: Als forensischer Gerichtsgutachter hat er Menschen gegenüber gesessen über die wir alle nur in der Zeitung gelesen haben.

00:30:26: Seine Sachbücher, das Böse den Nazismusfalle die Machterkrankung um nur drei davon zu nennen sind monatelang an der Spitze der Bestsellerlisten gestanden und er nennt seinen Beruf den des Seelenarztes als Den Schönsten der Welt.

00:30:47: Deshalb wird diese Laudazio besonders sein.

00:30:50: Reinhard Haller muss sich nicht erklären lassen was Anne-Marie Sutterlütte tut.

00:30:58: Er weiß es.

00:30:59: Lieber Reinhard, wir freuen uns sehr, dass du heute Abend bei uns bist und bitten um deine Lodatio.

00:31:28: Sehr geehrter Herr Eugen Rus mit Gattin Irene und der gesamten Familie, Frau Schiffredakteur Nisabel, hohe Geistlichkeit und Wildlichkeit, verehrte Festgäste, liebe Annemarie Sutter-Lütti!

00:31:44: Also am Juli, dem Eröffnungstag der Pringendse Fischschwille, an welchem in den Vorarlberger Nachrichten traditionell der Name der neuen Doktor Toni und Rosa Ruspreisträger verkündet wird.

00:31:59: Für dieses Jahr Frau Annemarie Sutterlütte genannt wurde hat es in der Bevölkerung drei Reaktionsformen gegeben.

00:32:07: Erstens die häufigste war Wer ist das?

00:32:11: Was macht sie?

00:32:13: Wofür wird die ausgezeichnet?

00:32:15: Die kennen wir überhaupt nicht.

00:32:16: Zweitens unter den Insidern hingegen, also Richterinnen und Richtern, Staatsanwältinnen und Staatsanwelte bei den Kripoleuten in Beratungsstellen, beim Psychotherapeuten war die einhellige Reaktion niemand hat es so verdient wie sie.

00:32:34: Drittens vereinzelt sind auch und das soll keineswegs verschwiegen werden kritische Stimmen laut

00:32:42: geworden.

00:32:43: Nun, wer ist das?

00:32:45: Was macht eine Merizuter-Lüte?

00:32:48: Wofür wird sie ausgezeichnet.

00:32:50: Diese Fragen beziehen sich auf das was das wahrscheinlich typischste an der Arbeit von Anne-Marie Sutter-Lütte ist denn die gerade siebzig Jahre alt gewordene Frau auch dazu herzlichen Glückwunsch wirkt seit über fünfzig Jahren im Verborgenen, im Nichtbeachteten, im Vertränken peinlichen, außerhalb des Rampenlichtes und weit ab von jeglicher Präsentation im Internet.

00:33:16: Ganz im stillen ist sie tätig – im besten Sinn des Wortes ohne viel Aufhebens, unermüdlich voll zu ihrem Auftrag, ohne Feierabend oder an vielen Wochenenden auch jenseits der Pensionsgrenze macht es ihr weiter und wird dies so ihre Worte, solange tun wie sie kann.

00:33:35: Haben Sie sich?

00:33:37: Meine sehr verehrten Damen und Herren, bei den vorausgehenden Reden schon einmal überlegt wie viele Jahre einzelhaft unter erschwerenden Bedingungen das zusammen gibt was Annemarie Sutterlütte in dieser zeitenden Haftanstalten verbracht hat.

00:33:52: Ich glaube es ist eine sehr hohe Strafe für diese noch ein großes Verbrechen frei hätte.

00:34:07: Ihr wohltätiges Handeln bezieht sich auf einen Bereich der nicht gerade im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses steht der auch bei professionellen Hilfen und Therapeuten nicht beliebt ist, der kein sonderlich gutes Image hat den nur wenige Idealisten machen.

00:34:24: Die Betreuung von Schwerverbrechern, von Strafgefangenen, von Prostituierten, von Außenseitern in der Gesellschaft vom Menschen die niemand mag wie das ein anderer Ruhspreisträger Albert Link so treffen bezeichnet hat.

00:34:39: Zu dieser Arbeit im verbeugnen Pass dass Frau Sutterlütti viele andere gute Taten vollbringt, von denen nicht einmal wir insider etwas gewusst haben.

00:34:48: Die nicht Anlass für die heutige Ehrung sind sondern nur ihrem Willen zum Guten entsprechen.

00:34:54: Ihre arbeitende Telefonseelsäuge und Sterbebegleitung, im Besuchen von Schwerkranken unter angehörigen Betreuung.

00:35:02: Alle Sonne den Versuch der Selbstdarstellung sondern unspektakulären selbstverständlich nicht aufdringlich aber stets voll Zuversicht Hoffnung und eigener Rausgeglichenheit.

00:35:16: Wenn viele von all dem bisher nichts gewusst haben ist das keine Schande und kein Wundern sondern für die Art ihrer Arbeit ein ganz, ganz großes Kompliment.

00:35:27: Zur Reaktion der Innenseiter – genau gegenteilig waren die Reaktionen jener, die in diesem Bereich arbeiten.

00:35:35: Naturgemäß konnten Personen wirken von Animerisutolüti all jenen, die mit Verbrechern und angeklagten und verurteilten zu tun haben, mit Heftlingen und Prostituierten nicht verborgen bleiben.

00:35:48: Auch in solchen Kreisen ist man dieser Frau anfangs mit Missfrauen begegnet.

00:35:53: So hat es einmal der mächtige Direktor einer großen Haftanstalt zu sich gerufen, mit der Begründung er mache sich Sorgen um ihr psychisches Wohlergehen denn sie gebe sich am meisten mit den schwersten Fällen ab.

00:36:07: In Wahrheit hat er wahrscheinlich vermutet so denke ich dass es sich um eine irgendwie gestörte Person handelt auf deren Besuche man in diesem geschlossenen System lieber verzichten würde.

00:36:18: Nach dem Gespräch allerdings, in welch mehr die authentische Persönlichkeit seines Gegenübers und deren wahrhaftige Motivation erfahren konnte, hatte sie nicht nur gebeten ja wiederzukommen sondern ihr versichert dass die Justizwache in Hinkunft alles ihrer Unterstützung tun werde.

00:36:38: Wenn der Direktor vor dieser Saulus-Paulus Bekehrung vermutet hat es mit einer verrückten Person zu tun zu haben, hat er allerdings recht.

00:36:48: Das Handeln der Anne-Marie Sutterlütte ist tatsächlich verrückt.

00:36:51: Allerdings nicht im krankhaften Sinn, sondern in jenem des herausgerückt seins – das sagt ja der Begriff bei neutraler Interpretation aus der üblichen Motivation dem vorgeschrieben und dem anerkannten, den normalen, dem kürigen wie man ihn übrigens erwalt sagen würde.

00:37:09: sie ist verrückt idealistisch, verrückt einsatzfreudig, verrücktsselbstlos, verrücklich empathisch.

00:37:17: Auch bei den Ermittlern wusste man zunächst nicht, wie man mit Annemarie umgehen soll.

00:37:22: Manche befürchteten Agitationen gegen die Strafverfolger, andere Sprachen von einer Überidentifizierung etwa wenn Annemarrie bei Treffen mit Zuhältern oder Prostituierten in Leder gekleidet war.

00:37:35: Bald haben die Kripper Leute aber erkannt, wie zu diesen schwierigen Menschen Zugang finden kann.

00:37:41: Jedenfalls nicht im Dirndln und auch nicht in der Welt ertracht, so schön diese auch ist.

00:37:49: Ebenso haben Richter um Staatsanwälte bald festgestellt dass Frau Sutterlütti keine Gegenspielerin war sondern ihr wirken eine einzigartige Show spietet und zwar dann wenn man sich als Rechtssprecher auch Sorgen um die Inhaftierten macht und neben der Verurteilung Mitleid mit diesen empfindet auch Richters im bekanntermaßen Menschen.

00:38:10: Da war es oft sehr beruhigend, wenn man wusste dass jemand bei aller Härte der Urteile den menschlichen Aspekt abdecken wird.

00:38:19: Bei uns psychosozialen Professionalisten hat das Wirken von Annemarie oft als eigene therapeutische Gewissen beruhigt.

00:38:27: Es gibt da jemanden, der jene schwierige Arbeit macht die wir nicht machen können oder machen wollen bei Menschen welche nicht gerade zum bevorzugten Klientel in unseren schönen Praxen gehören.

00:38:41: Schließlich zählen zu diesen Insidern vor allem auch die Prostituierten und Verbrecher, von denen mir einer gerade gestern gesagt hat Endlich habt ihr da oben einmal etwas richtig gemacht.

00:38:52: Endlich hat jemand von uns den Preis bekommen, nämlich unsere Mutter Theresa.

00:38:58: Diesen Namen trägt Anne-Marie in diesen Kreisen.

00:39:10: Zur Reaktion der Kritiker.

00:39:12: Jener Gruppe welche der Vergabe des Dr.

00:39:15: Toni und Rosa Rußpreises an Anne Marie Metzgipsis begegnet um verständlicherweise mehr Anerkennung für die Opferalsziteter erwarten kann ich nur sagen dass dies niemand besser verstehen wird als die Preisträgerin selbst.

00:39:31: Denn sie weiß um das Leiter Angehörigen, besonders jener der Opfer aber auch der Täter bestens Bescheid – nicht nur auch ständige Gesprächen mit Angehürigen in denen sie keinesfalls ein Verständnis für die Schuldigen gebeten und eine Art Täter-Opferumkehr betrieben hätte sondern weil sie selbst auch Angehöhrigendopfer geworden

00:39:52: ist.".

00:39:53: In ihrer Kindheit muss es erleben, wie bewunderter und von der ganzen Gemeinschaft verehrter Onkel Paul Sutterlüte als Ordensbruder Matthias dem Marian Hiller-Orden zugehörig auf der Missionstation in Backwendrodesen im Alter von neunundvierzig Jahren von Rebellion ermordet worden ist.

00:40:15: Nun meine Damen und Herren!

00:40:17: Wie hat das alles begonnen?

00:40:20: Anne Marie ist einer heilen Familie bürgerlichen Verhältnissen, wie man so schön sagt aufgewachsen.

00:40:27: Sie war die ältere Schwester von fünf jüngeren Brüdern und hat in dieser Position nicht nur die oft traue Bubenwelt und wohl auch die männliche Psyche kennengelernt sondern eine müterliche fürsorgliche Rolle internalisiert hat sich verantwortlich für die Lausbuben gefühlt.

00:40:46: Nach der Handelsschule in Marienberg machte sie durch vierzig Jahre die Buchhaltung im familieneigenen Unternehmen, in der Brugmühle Neck.

00:40:54: Spürte aber schon früh das da noch etwas anderes war, dass dann auch andere Aufgaben auf Sie warten, dass sie noch etwas Anderes leben musste – Lkw-Fahrerinnen in einem Entwicklungsland, Betreuerin von Libra-Kranken, SozialarbeiterInnen, Seel-Sorgern waren ihre Überlegungen!

00:41:13: Mit sechzehn Jahren in ihrer Flower-Powerzeit spürt sie in sich Interesse für Verbrechen nicht so sehr für die spannenden Geschichten, die verbrechen, die immer auch sind.

00:41:24: Sondern für die psychische Täter.

00:41:27: was geht in einem Menschen vor der jemand anderen ums Leben bringt, der tötet?

00:41:33: Dieses Interesse ist wohl verwandt mit jenem und Sallen bekannten an Truecrime, an Kriminalfilmen.

00:41:39: An Tatort in der dreizehundertdachendreißigsten Folge die wir am letzten Wochenende erlebt haben.

00:41:45: Tiefenpsychologisch steht dahinter der Wunsch seine eigenen seelischen Abgründe, die verschatteten Anteile seiner Persönlichkeit kennen zu lernen.

00:41:54: Jeder von uns spürt, dass er in sich neben vielem Guten auch Flechtes hat, das er nicht kennt, das aber kennenlernen möchte.

00:42:03: Jedes Verbrechen ist psychologie pur und eine Kriminalgeschichte ist vielleicht ein Spiegel für uns

00:42:10: selbst.".

00:42:12: So war es wohl auch bei der Jugendlichen Annimerie.

00:42:15: über Mission Minorum, eine christliche Initiative zur Gefangenenbetreuung hat sie Briefkontakt zu einem lebenslänglichen Aufgenommen.

00:42:25: Sie bekam Antworten auf manche der Fragen und so viel Resonanz – das hat sich dann ja herumgesprochen -, dass sie bald mit siebzen Mördern in regelmäßiger brieflicher Verbindungsstand oft über viele Jahre hinweg und selbstverständlich auch noch heute.

00:42:43: Sie hat dann beschlossen, die Betreuung von Strafgefangenen beruflich zu integrieren.

00:42:48: Er hat von den Sechsen Dachs sich bis Zweiundneinzig über das Institut für Sozialdienste geprägt und er damals in diesem Bereich Charismatischen Hedwig-Meiner und später über den AKS diese Aufgabe wahrgenommen.

00:43:02: durch ihre Betreuungskontakte mit Zuhältern wurde sie mehr und mehr mit dem Schicksal vom Prostituierten konfrontiert hat, deren sozialen Belastungen und Entwertungsgefühle – ich bin ja nur Dreck – erlebt und sich entschlossen, sich auch um diese zu kümmern.

00:43:19: Nicht um zum moralisieren sondern um Alternativen aufzuzeigen oder bei Gewaltproblemen oder Erziehungsfragen die man hier ja auch hat behilflich zu sein.

00:43:31: Da sie oft gesehen hat das Alkohol und Drogen der wichtigste Krimineugener Faktor überhaupt sind.

00:43:37: Ich will Ihnen aber heute den Genuss nicht verderben, meine Damen und Herren.

00:43:41: Und sowohl Verbrecher als auch Prostituierte meist schwer süchtig sind hat seine Stellen der Drogenberatungsstelle CLEAN angenommen und sich bis zu Ihre Pensionierung im Jahr twenty- dreiundzwanzig um diese spezielle Klientel, die sie doppelt stigmatisierten, die Süchtigen und Kriminellen gekümmert.

00:44:02: Schon bald aber wurde Anne-Marie Sutterlütte bewusst, dass das alles nicht ausreicht.

00:44:07: Weshalb sie sich auch in ihrer Freizeit der gefangenen Betreuung gewidmet hat?

00:44:12: Da wir den Vorarlberg keine Haftanstalt haben – es hat Herr Russer gesagt – für einen Langzeitvollzug ist er an den Wochenenden und dem Urlaub in die großen Gefängnis in Innerösterreich gefahren und hat auch Vorarlberger, die im Ausland inhaftiert waren, häufig

00:44:29: besucht.".

00:44:31: In Anlehnung an ein Wort, das Gotthold Efraim Lessing dem weißen Nathan in den Mund legt könnte man sagen.

00:44:39: Anne-Marie Sutter Lüte hat von Anfang an begriffen wie viel wichtige Gutes handeln als alleinige Betroffenheit und öffentliches Empörtsein ist.

00:44:52: Was sind nun meine Damen und Herren wohl die Motive unserer Preisträgerin?

00:44:57: Das sind vor Wegehine auszuschließen, welche beim oft zu beobachten Interesse von Frauen an Schwerverbrechern bei Annemarie Sutterlütte nicht zu finden sind.

00:45:09: Dass nur Männer die getötet haben richtige Männer sein, dass Schwerverbrecher einen besonderen erotischen Reiz ausüben, das man als verlassene Geliebte jetzt endlich jemanden hat der nicht mehr Weg laufen kann Solche Dinge hören wir hier tatsächlich.

00:45:25: Es gibt doch viele Frauen, die Interesse haben für Menschen, die eine schwere Straftat begangen und gemordert haben, die zu lebenslangerhaft verurteilt worden sind.

00:45:36: Solche Motive hat Annemarie Sutter-Lütte ganz sicher nicht gehabt.

00:45:41: Nein es war aber ja eine ganz andere Motivation.

00:45:45: Zum ersten glaube ich die Suche nach den Ursachen des Bösen.

00:45:51: In einer heilen Familie hat es das Mädchen Annemarie nicht glauben können, dass es das Böse, dass Es Hass Aggression Verbrechen Vergewaltigung gibt.

00:46:00: Sie wollte deshalb der Sache auf den Grund gehen, wollte die Wurzeln des Bösen erforschen.

00:46:06: haben diese Menschen nicht auch eine Mutter gehabt?

00:46:09: war ein ihrer häufigsten Fragen.

00:46:12: sicher hatte sie auch Angst vor dem bösen hat dann aber die Flucht nach vorne angetreten, ganz nach dem Motto wer die Angst meidert kommt darin um.

00:46:22: Man könnte auch sagen das Mädchen Annemarie wollte das Böse im Menschen kennenlernen um weiter an das gute Glauben zu können.

00:46:33: Annemari wollte verstehen was oft mit Entschuldigung und Verzeihen verwechselt wird In Wirklichkeit aber dem genauen Erfassen der Gefahr, dem Entgängstigen der Bekämpfung der Kriminalität und der Verhinderung von Verbrechen dient.

00:46:47: Wenn wir nicht die psychologischen Abläufe, die solchen Menschen vorgehen, einigermaßen erkennen können wie soll dann Vorbergung möglich sein?

00:46:56: Das geht ja nicht anders!

00:46:58: Sie wollte aber auch schlichtweg helfen wollte menschliches Leid minimieren und Trost und Hoffnung geben, vor allem dort wo es für die Menschen troßlos geworden ist.

00:47:09: Dabei hat die soziale Tradition ihrer Familie der Rückhalt von Eltern und ihren Brüdern, die heute auch anwesend sind eine große Rolle gespielt.

00:47:20: Wenn Annemarie wieder auf Tour gegangen ist habe die Mutter gesagt jetzt macht sie wieder den Nacht zum Tag Und der Vater habe gemeint Lass sie nur machen, sie weist schon was sie tut und hat ihr als Weihnachtsgeschenk eine fünftausend Kilometer Bank für die Zugfahrten zu den Gefängnissen gegeben.

00:47:40: Bezeichnet für die unterstützende Haltung ihrer Familie ist ein Bild das mir einer ihre Brüder Paul erzählt hat bei uns Zuhause hat an Weihnachten meistens Schwerverbrecher mitgefeiert.

00:47:53: um vor dem Christbaum hatte Mörder stille Nacht gesungen.

00:47:59: Maßgebens sind aber bei unserer Breisträgerin auch religiöse Motive.

00:48:04: Sie hat die Aufforderung zu Werken der beim Herzlichkeit den konkreten Formen gelebten Nächstenliebe ernst genommen, deren Sechstes lautet man soll Gefangene besuchen Die Werke der beim Herzigkeit wollen nicht nur Not lindern sondern Menschen welche Schuld auch immer sie auf sich geladen haben vermitteln.

00:48:25: du bist nicht ganz vergessen Du behältst einen Rest deiner Würde.

00:48:31: Daraus ist Berufung entstanden, Lebensinhalt und Lebensinn.

00:48:35: Ein Leben von dem sie sich durch niemanden und nichts abbringen ließ.

00:48:40: Einmal weil sie mit einem mittels vorgebrachten Heiratsantrag konfrontiert.

00:48:46: Bei welchem sich der Werber – jetzt hätte ich bei Nei gesagt – der Täter von vornherein um seine Chance gebracht hat?

00:48:53: Weil er sagte wenn wir dann einmal verheiratet sind will ich nichts mehr zu tun haben mit deinem Gesindel.

00:49:00: Sie können sich vorstellen, wie das ausgegangen ist.

00:49:04: Was sind nun die Besonderheiten im konkreten Handeln unserer preisträgeren?

00:49:09: Wissenschaftlich würde man sagen was es dir in Methodologie keine Skandalisierung, keine Empörungsinszenierungen, keine Protestempforderung und keine Greta Thunberg Inszenierung und ja auch ihre Berichtigung haben mögen und kein Fanatismus einfach tun.

00:49:28: Das schwierigst ich glaube und die größte Leistung, das sie verbracht hat ist überhaupt an diese Leute heranzukommen.

00:49:36: Im therapeutischen und im sozialen Bereich ist es gar nicht einfach, die Hilfe an jene heranzubringen, die sehr meisten benötigen aber keine Lobby haben.

00:49:47: besonders bei Gefangenen trifft man hier oft auf Misstrauen und Ablehnung.

00:49:52: Anne-Marie hat es geschafft, zugelassen und in eine Welt mit ihren eigenen Gesetzen akzeptiert zu werden.

00:49:59: Das ist eine ganz große Leistung die fast niemand kann.

00:50:04: Anne Marie wollte nie missionieren nicht entschuldigen, nicht urteilen und schon gar nicht verurteilen.

00:50:11: einfach zuhören, einfach abladen lassen, einfach mitfühlen, einfach da sein.

00:50:19: Die betroffenen Wissen dass diese erfahrene Frau einiges erträgt, das sie keine Besserungsschwür erwartet.

00:50:26: Dass er aber auch auf ihre etwaigen Richtfertigungen und Ausredungen nicht hineinfällt sondern einfach dazu nichts sagt wenn das von Gefangenen vorgebracht wird.

00:50:39: Dossoyevs geschrieben seinen Aufzeichnungen aus einem Totenhaus.

00:50:44: die tätige Liebe ist im Vergleich zu Träumerischen eine harte und erschreckende Sache wenn man so viele Jahre in Einzelhaft mit Mördern verbringt.

00:50:54: Menschlichkeit zeigt sich für Dostoyevski nicht den abstrakten Mitleid, sondern darin einer schwierigen oder schuldig gewordenen Person konkret menschlich zu begegnen sowie es Annemarie bei den Gefangenen getan hat und die man noch tut.

00:51:14: war nie über angeblich Falschurteile empört und hat über die Ungerechtigkeit der Strafe mitgejammelt.

00:51:24: Der Philosoph Friedrich Hegel hat die These vertreten, der Täter wird durch die Strafe geährt nicht gelobt oder ausgezeichnet oder entschuldigt sondern als vernünftiger freier und verantwortlicher Mensch ernst genommen.

00:51:39: Der Täter wird als mündiges Mitglied der Gesellschaft behandelt, der wieder einmal in die Gemeinschaft zurückkehren kann wenn er seine Schuld gegenüber der Gesellschaft abgegolten hat.

00:51:50: Dies ist eine interessante philosophische Verbindung zum modernen Resozialisierungsgedanken den Anne-Marie Sutter lüte so glaube ich auch vertritt.

00:52:01: Die Tat kann verurteilt werden ohne dem Täter die Menschenwürde abzusprechen.

00:52:06: Ganz nach dem Wort des Kirchenlehrers Augustinus, das Verbrechen Hassen aber den Verbrecher leben.

00:52:14: Eine ihrer wichtigsten Aufgaben sieht dann immer Risuttelüte im Abfedern von Hass und Drache Gefühle der natürlich in diesem eingengten Milieu zwangsläufig entsteht.

00:52:27: Dazu kann ich nur ein Wort von Nelson Mandela zitieren, der siebenundzwanzig Jahre und sechs Monate seiner besten Lebenszeit in Haft verbracht hat.

00:52:38: Und er gemeint hat, wenn nicht den Hass und die Rache Gefühle nicht gehabt hätte – Ich hätte diese Zeit nicht überlegt!

00:52:47: Aber als ich hinausgegangen bin habe ich gewusst Ich muss Hass und Rache im Gefängnis zurücklassen, weil sonst bleibe ich ewig deren Gefangener.

00:53:02: Anne-Marie hat etwas getan was glaube ich auch eine der großen politischen Aufgaben nach den Flüchtlingskrisen und den Kriegen und den Teurungen sein wird nämlich die Einsamkeit bekämpft dort wo sie am größen ist.

00:53:17: Es hat in Österreich und anderen Ländern vergleichbar zu Beginn des Jahres seine Untersuchungen gegeben, dass sich in unserem Land siebenhunderttausend Menschen fast zehn Prozent der Bevölkerung vereinsamt fühlen.

00:53:30: Die große Überraschungen an dieser Untersuchung war nicht, dass es sich dabei um alte Mitbürger gehandelt hat.

00:53:37: Sondern die Gruppe der achtzehn bis fünfundzwanzigjährigen mit all ihren Kommunikationsmöglichkeiten.

00:53:44: fühlen sich den Menschen vereinsamt, warum?

00:53:47: Weil sie emotional nicht mehr versorgt werden.

00:53:51: Annemarie War das haben wir gehört oft der einzige Besuch im ganzen Jahr.

00:53:57: Wenn ich nach Güldersdorf gekommen bin, dann hat es dort Insassen gegeben die mir mit leuchtendem Auge gesagt haben ja einmal im Jahr bekomme ich Besuch von Anne-Marie Sutterlütte einmal im jahr.

00:54:10: Anne-Marie Sutter-Lütte hat für ihre Professionalität folgend schon früh damit begonnen, die Entlassungen vorzubereiten.

00:54:18: Dass die Leute nicht einfach auf der Straße stehen und sozusagen in die freie Wildbahn hinausgelassen werden.

00:54:25: Oft in Zusammenarbeit mit dem Verein Neustart, Mit Drogenberatungsstellen, mit einem psychosozialen Institutionen.

00:54:32: Sie hat also auch kriminal präventiv für uns als ganze Gesellschaft gewirkt.

00:54:38: Das ist alle wichtigste.

00:54:39: aber Sie hat den ungeliebten, emotionale Muttermilch gebracht.

00:54:44: Die jeder Mensch braucht!

00:54:46: In hundert Jahren werden Strafen ganz anders sein.

00:54:51: Vielleicht entzieht man dann die verurteilten Zugang zum großen Netz, vielleicht gibt es ihnen Aufgaben, die sonst niemand mehr machen will?

00:55:00: Die größte Strafe wird aber auch der Entzug von Empathie sein.

00:55:05: Vielleicht ist das sogar die gerechteste Strafe, da die Täter ja auch mit den Opfern kein Mitglied hatten.

00:55:12: Dem hat Annemarie Sutter-Lütte immer ein Gegengewirkt.

00:55:17: dabei sind wir sehr pragmatisch vorgegangen.

00:55:21: Ich muss bei ihr immer drinken, dass Bilder bringen zur Welt der Frauen die etwas ganz Besonderes sind.

00:55:28: In der Hymne des Bringser Waldes kommen ja nicht die Männer sondern die schöne Wälderen vor und Sie wissen ja alle auch das während des Dreißigjährigen Krieges, die Frauen mit dem Schwedentapel Eraser gemacht haben und das ganze Herd in ihren weißen Trachten vernichtet haben.

00:55:46: Als Annimerie Sutterlütte mal... diesen Frauenbild folgend.

00:55:51: Durch einen vollfahrenden Kopf, von einem Zuhälter bedroht worden ist hat sie nur gelächelt und gesagt drück doch ab dann bin ich schneller im Himmel.

00:56:01: Daraufhin seien diesem Zuhält nicht nur die Klappe heruntergefallen sondern er hat auch die Waffe sinken lassen.

00:56:09: ein anderes mal hat seinem anderen Schwerverbrecher der in ihrem Auto mit der Pistole herumgefummelt hat diese einfach abgenommen und in den Titisee geworfen.

00:56:20: Damit war das Problem ein Stück weit gelöst Und, als die forensische Ambulanz dieses Jahr geschlossen worden ist.

00:56:27: Übrigens ein sehr großer sicherheitspolitischer Fehler wenn ich das bei dieser Gelegenheit noch sagen darf hat sie nicht mit uns mitgejammelt und mit protestiert sondern sie hat den Klienten Termine bei Psychiatern besorgt.

00:56:42: Sie wissen wie schwierig es ist halt einen Facharzttermin zu bekommen besonders für einen psychisch kranken Rechtsbrecher die Psychotherapie selbst bezahlt.

00:57:04: Anne-Marie hat auch einige Unterstützung erfahren von der Familie, vom Vater und Mutter, von ihren Brüdern, von der Verwandtschaft.

00:57:12: Stellvertretend möchte ich auch die Pränzer Welter Rotaria nennen, deren Mitglieds ist und die vielen stillen Helfer, die nicht genannt werden wollen, darunter auch viele Menschen, die sie angehalten haben für die Verbrecher zu

00:57:26: beten.".

00:57:27: Anne-Marie hat nicht staatliche Unterstützung bekommen, aber es ist hart.

00:57:30: Das muss ich jetzt zur Ehrenrettung dazusagen.

00:57:33: auch nie der Roman gesucht.

00:57:36: Nun meine Damen und Herren wie könnte man die Leistungen unserer heutigen Preisträgerin zusammenfassen?

00:57:44: Erstens Die Dr.

00:57:46: Toni & Rosa Ruhspreisträgern in dem Jahr im Jahr ein Schuldig gewordenen wieder würde.

00:57:54: jene würde, die in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO, in der Charter der Grundrechte dieser Europäischen Union und an erster Stelle im deutschen Grundgesetz folgendermaßen definiert wird.

00:58:07: Würde ist die jedem Menschen in den Wohnen unverlierbarer Ansprüchlichkeit als Mensch geachtet, niemals erniedrigt oder zum bloßen Objekt gemacht zu werden, unabhängig von Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht.

00:58:22: an sie in Leistung, Verhalten oder Schuld steht dort an höchster Stelle.

00:58:29: Zweitens Sie hatten eine regressiv gewordenen Welt, indem man die Grausamkeiten des Krieges mir oder weniger Achsel zucken dann sich abrallen lässt wieder die aus der Menschlichkeit geratene Tugend des Mitleidens sensibilisiert jenes Mitleit von dem Papst Franziskus gesagt hat Es ist kein schönes Gefühl, keine Formelai sondern bedeutet eine neue Bindung zum anderen herzustellen.

00:58:57: Bindungen die Familie an die im Gefängnis als kalt und ausschließender lete Gesellschaft Bindung an das Hilfsystem so nennt die Preisträgerin auch als ihr schönstes Erlebnis ein Bindungserlebnis nämlich die Zusammenführung Die Begegnung von Lebenslänglichen mit zwischenzeitlich von anderen Familien wegen adoptierten Kindern.

00:59:21: Drittens, sie hat in einer im Umweltklima immer wärmer.

00:59:26: In der Emotionalität der Brimmer kälter werdenden Welt die vom Auslöschen bedroht die Flamme der Empathie bewahrt.

00:59:35: Jene Empathies für den britischen Astrophysiker und Kosmologen Stephen Hawking das entscheidende Gegenmittel zur menschlichen Aggression war gerade zu eine Überlebensbedingung der Menschheit.

00:59:48: Die menschliche Eigenschaft, die ich am liebsten verstärken würde ist Empathie.

00:59:54: Sie führt uns in einen friedlichen liebevollen kriegsfreien Zustand zusammen hat der nüchterndenkende Wissenschaftler kurz vor seinem Tod gesagt.

01:00:04: Wisseher würden wir uns doch wünschen, dass ein wenig von jener Empathie die Annemarie Souterly den Gefängnis und Rotlichtsszene hineinträgt.

01:00:13: Auch die Gemütsalmern um mitleidlosen Führungsgestalten, die kaltenerzischen Kriegstreiber in Ost- und West erreichen würde.

01:00:24: Darf ich zum Schluss, liebe Annemarre, ein paar persönliche Worte sagen?

01:00:30: Ich war es kaum zu sagen, vielleicht sogar ein therapeutisches Wort an dich richten.

01:00:35: Weil wir alle wissen wie schwierig es für dich in deiner Selbstlosigkeit und Bescheidenheit ist einmal aus dem Dunkel herauszutreten um im Rampenlicht zu stehen.

01:00:46: Als Psychiater möchte ich dazu sagen man muss auch sich selbst lieben um andere lieben zu können.

01:00:53: Wir alle brauchen das richtige Maß an Nizismus.

01:00:56: Das Problem des Nizismus ist ja nicht eher selbst, sondern dass er zu viel oder zu wenig vorhanden ist und dazu gehört nun einmal auch Lob zuzulassen.

01:01:07: Wenn Karl Rahner die für mich beste Definition vom Nizismo liefert, er hat gesagt ein Nizis ist ein Ofen der nur sich selbst wärmt.

01:01:17: Ist diese Gefahr bei dir nicht gegeben?

01:01:20: Heute sollst du bei einmal gewärmt werden.

01:01:24: Aus kriminologischer Sicht möchte ich dir sagen, denn Handeln ist nicht nur zu dies menschlich sondern auch zur Verbrechensvorbeugung in allgemeinem gesellschaftlichen Interesse.

01:01:36: Auch das gehört bedankt!

01:01:40: Weil man dich aber mit psychologischen Argumenten nicht überzeugen kann muss man wohl zur Bibel greifen.

01:01:45: da steht mir zwar nicht ganz zu aber der Wischhof Benowiert mich ja korrigieren wenn ich es falsch war Denn hier gibt es ein schönes Bild, wie es mit der Annahme von Lobist jenester Fußwaschung bei welcher die Jünger diese Wertschätzung durch ihren Meister zulassen mussten.

01:02:03: Die Ehrung gilt auch allen, die dich unterstützt haben und nie bedankt worden sind – und dies immer noch tun deine Angehörigen und Freunde, die Rotaria, die Bewährungshilfe, die stillen Helfer und jene, die du zum Beten mobilisiert hast.

01:02:18: Sozialpolitisch könnte man zu dir sagen Deine Auszeichnung sensibilisiert die Gesellschaft für ein zu wenig beachtetes Problem und zeigt, dass soziale Anliegen den Russ-Media auch nach der Fusion sehr wichtig sind.

01:02:34: Und damit der guten Sache dienen.

01:02:38: Schließlich tut deine Ehrung auch der ganzen heutigen Festsversammlung gut.

01:02:43: Denn im Wissen das da jemand etwas macht und noch lange machen wird an das wir lieber nicht oder zu wenig denken erleichterst unser schlechtes Gewissen, dass wir beim verdrängenden Schicksals von Verbrechern und Prostituierten haben.

01:02:58: So dass wir heute mit neuen Einsichten und wohl auch einem Gefühl einer gewissen Erleichterung ein frohes Fest feiern dürfen.

01:03:06: Herzlichen Dank!

01:03:07: Und herzlichen Glückwunsch!

01:03:46: Als Drehtslehr hat Anne-Marie Joa speziell das Leer gewünscht wo für sie oder Satz Die Pflicht selbst hat eine besondere Bedeutung.

01:03:56: Er lehrt, als wir früher alle als Schluss lehrten und gesungen haben.

01:04:00: Aber heute geht es doch Gott sei Dank weiter!

01:04:03: Der Abend geht über Eidnath und ein paar Kennenspflichten werden hier herzlich inklarer.

01:04:09: zum Refrain-Meetsing.

01:04:31: Die Kerze, die Antis, das Stot wirft unruhig Schatten an Wund.

01:04:41: Wir der Schatte so schritt und Saga vertritt Dann merkst du, es wird Stunde.

01:05:02: auf Ergum wird der Schatten so schritt und Sorge verdrückt, dann merkst nicht wie die Stunde vergann.

01:05:22: Der Abendgarten überlebt Nerv und macht sie den Vorgangsvergestohlen.

01:05:30: Was jetzt

01:05:31: nenn ich song'n', an der's nenn' ich seh?

01:05:35: Es

01:05:35: heben wir Ruf auf

01:05:41: Mond!

01:05:42: Das heben wir.

01:05:44: rauf auf den Mond.

01:05:49: Herz wird sehr bebrannt, dir seht

01:05:54: ihr Zeit zum Donnern.

01:05:58: Der

01:06:14: Arbeitgat überritt nahe und macht sich der Vogelsverkstung.

01:06:22: Was jetzt

01:06:23: nicht singen und erst nenn ich sei, dass heben wir

01:06:28: Ruf auf Mond.

01:06:30: Was Jetzt

01:06:31: Nicht Singen Und Erst Nenn Ich Sei, das Heben wir ruf off Mond.

01:06:41: Nochmal kund dir lichtest du Sturm?

01:06:44: Das wird kein Zug abgehen.

01:06:48: Hast du auch unterholt, denkt ihr bekriegt

01:06:59: und verschenkt?

01:07:01: Kastroschle abschied nirg'n.

01:07:05: Dörr habet.

01:07:06: Gott überlitt nach Und macht

01:07:10: sie der Vogelsvorgstuhl.

01:07:13: Was wird's

01:07:14: denn nicht sunga und

01:07:15: lehrt es

01:07:21: noch nicht seid.

01:08:18: Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir kommen damit zur offiziellen Verleihung.

01:08:25: Und ich habe die Ehre und das Vergnügen dir liebe Annemarie im Namen der Herausgeberfamilie, den Dr.

01:08:33: Doné Russ und die Rosa-Russpreis zu überreichen in Anerkennung deiner Verdienste für die Menschen am Rande.

01:08:44: Und ich glaube wir haben heute so ein wenig mitbekommen oder was du über fünfzig Jahre geleistet hast und noch leisten wirst.

01:08:52: Vielen herzlichen Dank.

01:08:54: im Namen der Vollberger Nachrichten aber vor allem auch im Namen einer gesamten Festversammlung.

01:08:59: Herzliche Gratulation.

01:10:20: Liebe Anne-Marie, hoch verdient die Standing Ovation.

01:10:23: im Namen der Redaktion der Vorreibergen Nachrichten darf ich dir noch den Dr.

01:10:27: Toni und Rosa Russring überreichen?

01:10:44: Genau jetzt dürfen wir zum Foto bitte um kurze Geduld bitten und die Mikrofon.

01:10:50: Sehr geehrte Festgäste dieses heutigen Abends!

01:12:13: Liebe Angehörige und wertvolle Freunde.

01:12:18: Ich war mir absolut sicher, dass ich den Lohn für meine sozialen Tätigkeiten einst im Himmel erhalten werde.

01:12:28: Aber wie es heute aussieht haben manche gefunden das das vorgezogen gehört und so möchte ich vom ganzem Herzen der geschätzten Jury, der gesamten Toni- und Rosa Rußpreisträger danken sowie den Familienruß speziell Herrn Eugen mit Gartin Irene und Tochter Isabel.

01:12:52: Für diese besondere, dem Himmel vorgezogene Würdigung meiner Arbeit mit meinen Schützlingen.

01:13:01: Ebenso gilt besonderer Dank meinem Laudator, Primar-Doktor Reinhard Hallehr.

01:13:08: Im Belegensverwalt würde man sagen Er hat wieder viel Hau aber geworfen!

01:13:25: Für Nichtwälder die Übersetzung er hat wieder viele Hau

01:13:29: heruntergeworfen.".

01:13:32: Mit seiner geschliffenen hochkarätigen Rhetorik sparte er nicht an Lob, Anerkennung und Wertschätzung.

01:13:41: Ganz herzlichen Dank Dr.

01:13:43: Reinhard Haller!

01:13:45: Und ich fragte mich ja wie kommt mein Lebenslauf da auf die Werkstattbühne?

01:13:52: Geheime Quellen ließ sich mir sagen.

01:13:55: jedenfalls staune ich was sie Herr Doktor Magnus Brunner da alles ausgegraben haben oder was die geheimen Quellen geflüstert haben, auch ihnen von Herzen kommenden Dank.

01:14:17: Und natürlich Hans-Kaspers Enkel Ulli Richard & Joos.

01:14:23: unser verwandschaftlicher Nahebezug verbindet uns und es ist wunderbar dass die musikalischen Gene breit gestreut über Generationen weitergeflossen sind.

01:14:35: Femel Frau Gerdsgott würde man im Bregenzervalts sagen.

01:14:47: Als Jugendliche pflasterte ich Sprüche auf meine Zimmerwände.

01:14:52: Zwei davon, der Mensch will Brutto geliebt werden nicht netto.

01:15:00: und nichts braucht ein Mensch so sehr in schwerer Stunde als das Wissen nicht verlassen zu sein von seinen Freunden.

01:15:11: Ich wollte eine solche Freundin sein Ein Haftentlassner, er sah die Gefängnisse wegen Gewaltdaten und Drogen mehrmals von innen.

01:15:21: Er gab mir den Namen Engel der Banditen.

01:15:26: oft versichert er mir nachdrücklich wenn dir einer was antut lebt er höchstens einen Tag.

01:15:36: Sie sehen es kam da die persönlichen Bodyguards nicht alle mit Schneeweißer Wiste aber sie waren im Notfall parat.

01:15:46: Mein maximales Vertrauen galt den unsichtbaren Bodyguards, die mir Schutzgaben umgeben.

01:15:54: Meine Schützlinge pflegen zu sagen das sind jene ein paar Etagen über den Wolken.

01:16:02: Vor Jahrzehnten berührte mich ein Gebet welches dem heiligen Franziskus zugeschrieben wird.

01:16:09: ich musste es sofort aufnehmen Herr!

01:16:12: Ich bitte dich um jene liebe Die Wölfe wehrlos macht.

01:16:18: Es war mir geschenkt, keine Angst zu haben!

01:16:21: Schon früh wurde ich in der Familie geformt und ich habe sehr zu danken meinen fünf wunderbaren Brüdern mit denen ich aufgewachsen bin.

01:16:33: Bereits in jungen Jahren wurde in mir die Überzeugung grundgelegt – In der Männerwelt hast du nichts zu befürchten.

01:16:41: Bist gut aufgehoben?

01:16:43: Darfst halt

01:16:44: Schutz

01:16:45: Respektieren von Grenzen, Sicherheit und Zusammenhalt erleben.

01:16:51: Dieses frühe Grundvertrauen prägte mich anhaltend!

01:16:56: Bei brenzligen Situationen mit Haft entlassen konnte ich hundertprozentig auf meine Brüder zählen.

01:17:04: Mein Herzensdank gilt auch unseren Eltern Josef und Bertha Sutterlütti die uns starke Wurzeln mittens Leben gaben selber ein soziales Herz hatten und die hohe Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement.

01:17:20: Einschneidend in meinem Leben war der brutale Mord an unserem Onkel, Bruder Matthias Sutter Lütti im Simbabwee.

01:17:27: Im Alter von neunundvierzig Jahren als Missionar kam er zu Tode.

01:17:33: In der eigenen Verwandtschaft ein Mordopfer zu haben hat etwas ganz Eigenes Verbindendes und ich danke heute noch den Familienangehörigen für ihre berührende Haltung, die mir ein Leben lang Vorbild sein wird.

01:17:50: Nämlich nach großem anfänglichen Schock vielen Fragen ringend Nach Antworten Bemüht um Vergebung.

01:18:01: Wenn ich ein Gefängnis betrete habe Ich immer das Gefühl hier ist meine Kathedrale Hier habe ich Meine Aufgabe.

01:18:10: Beim Hingehen ziehe ich bildlich gesprochen das Kleid der Barmherzigkeit an.

01:18:18: Ich versuche die Goldkörner in den Herzen und Lebensgeschichten dieser Entgleisten verwundeten Menschen zu suchen, zu fördern damit teilevolles Wachsen kann, Einsicht möglich wird und einem Pfinden für die geschädigten Opfer wächst.

01:18:37: An die Opferfamilien zu denken die oft großes Leiderfahren haben, halte ich für sehr wichtig.

01:18:45: Auch die Angehörigen der Täter leiden oft sehr stark sind mit Wut und Unmut konfrontiert werden nicht selten von außen verbal mit Schmutz beworfen.

01:18:59: Ich bin immer dankbar wenn sie ihre Not in Worte fassen.

01:19:04: Die Würde aller will gewahrt sein und die der Angehörigen von beiden.

01:19:14: Meine Gefangenen haben,

01:19:16: viele.

01:19:17: manche Gefangene haben einen Schutzpanzer um ihr Herz gelegt.

01:19:22: das Zahlenschluss ihres Herzens Tressors zu knacken braucht Langmut Geduld Zeit Vertrauen Gebet.

01:19:34: Manche Betroffene haben auch eine lange Sucht Geschichte in ihrem Lebensrucksack Alkohol Drogen

01:19:41: Sexsucht,

01:19:43: Spielsucht.

01:19:45: Als Sozialarbeiterin bedauere ich sehr dass die Therapiestation Lucasville in Meinungen geschlossen wurde und die beiden Abgabestellen für Substitutionen im Völkirch und Prägens dem Sparschstift zum Opfervielen ebenso die forensische Ambulanz in Rangweil.

01:20:03: Speziell erdanken alle die an jenen Standorten hochprofessionelle Arbeit leisteten nahe am Klienten mit Fachkompetenz, Empathie und Herz.

01:20:17: Ich danke auch alle jenen die psychotherapisch- und zählsorglich tätig sind.

01:20:23: Es ist oft so eine wertvolle wichtige Kombination für Betroffene Die mir mehrfach berichtet haben dass sie Seelsorge noch tiefer ihre innen geschädigten Wurzeln erreichte als die Psychotherapie.

01:20:40: Sie waren selber sehr erstaunt darüber.

01:20:43: Ein Gefangener aus dem Rotlichtmilieu wegen Totschlagsinnhaft erschreibt aus dem Gefängnis, ich habe mich in einem Milieu bewegt das wie eine Müllhalde war mit vielen giftigen Schlangen.

01:20:58: es ist leicht in einen Zumpfen einzuschlittern aber unvergleichlich schwerer sich wieder herauszuarbeiten.

01:21:06: Ich hatte wenige Sorgen als ich im Dreck war.

01:21:09: Ich sah diesen nicht einmal.

01:21:12: Dreck wärmt, er tut nicht weh, erschleffert ein.

01:21:17: Für diese Erkenntnis habe ich schon gut gedankt und ich danke dir, dass du nicht nur meine vom Leben gehärtete Schale siehst sondern das du auch versuchst in mein Herz, in meine Seele zu

01:21:30: schauen.".

01:21:32: Ein Haftentlassner wegen Drogen- und Waffenhandel verurteilt griffen Krisen gerne zum Alkohol Redete da nur noch von Dostoyevsky, Sokrates und Platon.

01:21:44: Und er konnte auch gewaltetig werden.

01:21:47: Er bat mich – und das merkte ich mir für immer!

01:21:50: Bitte sieh' mich als Baum an.

01:21:54: Schau nicht nur auf die abgebrochenen verdornten Äste Sondern geh um mich herum.

01:22:01: Schau auch auf die austreibenden Zweige- und die blühenden Äste.

01:22:06: Bitte schau den ganzen Baum an Geh um ihn herum.

01:22:12: Ein Geschenk und zugleich Auftrag war für mich ein Poster von einem brasilianischen Vater überreicht, abgebildet eine Frau aus der Prostitution mit dem Gesicht der Madonna.

01:22:25: Er sagte sei gütig zu ihnen bekleide sie mit der Mantel der Würde.

01:22:31: Sie haben alle ihre Geschichte.

01:22:35: ich habe für mich einen Begriff gefunden für die Frauen die ich kennenlernen durfte, die aus der Prostitution kamen.

01:22:43: Es sind für mich Feuerperlen – verwundete Perlen, die durchs Feuer gingen!

01:22:50: Ihre Geschichten gehen einem ans Herz.

01:22:53: sie sind bewegend.

01:22:56: Mein Dank gilt auch all meinen Sozialarbeiterkolleginnen und Kollegen vom Klin Bregens von Neustart und dem sozialen Dienst im Gefängnis anwesenden Vertretern von Gericht, Kripo und Staatsanwaltschaft.

01:23:11: Die steht seine offene Tür und ein offenes Ohr für meine Fragen hatten.

01:23:18: Großer Dank den anwesenen psychiatrischen forensischen Fachärzten die eine sehr wichtige Rolle im gemeinsamen Boot inne haben.

01:23:30: Sehr wichtig ist mir auch hier allen zu danken die im Hospiz am See tätig sind Letzte Liebesdienste jenen Gästen schenken, die sich auf den Heimweg machen.

01:23:41: Ebenso allen ehrenamtlichen Hospizbegleitern in unserem Land besonders auf dem Bregenzer Wald.

01:23:49: Wir dürfen von den Sterbenden fürs Leben lernen!

01:23:54: Das ist ein besonderes Geschenk.

01:23:57: Mein Kirchenkoal-Eck auch euch möchte ich dankend sagen singen mit Mit euch ist für mich seit über fünfzig Jahren wahres Lebenselixier, ein Auftanken für meine soziale Arbeit.

01:24:13: Helle Leuchtsterne auf meinem Weg sind speziell auch meine Sponsoren – ihnen gebürt kräftiger Dank!

01:24:20: Stellvertretend für sie alle möchte ich den Rotary Club Bregenzerwald nennen der vor achtundzwanzig Jahren einen Fonds für meine Arbeit gründete und mich seither finanziell und ideell unterstützt.

01:24:35: Auch all meine privaten Sponsoren, die heute unterrund sind und still in ihrem Herzen ihre offene, gebende Hand kennen – mein ganz großer Dank!

01:24:48: Diese Preisverleihung heute vergliche ich für mich im Vorfeld mit einer Monteverist-Besteigung dass manch Anwesende mir spontan zusicherten, meine Scherpas auf dem Monteverist heute Abend zu sein.

01:25:08: Großer Herzens Dank an alle die mich unterstützten und ermutigten, meine Zweifel beseitigt haben!

01:25:15: Mir hundertmal versichert nicht sei genau der Richtige für heute Abend hier auf dieser Bühne.

01:25:23: Ich verneige mich mit aufrichtigem Respekt Respekt und mit ganz großer Dankbarkeit.

01:25:31: Ich bin mit der wunderbaren Begleitung aller hier Anwesenden nun tatsächlich auf dem steilen Berg gelandet, ich stehe überwältigt und berührt vor Ihnen – auf den Berg!

01:25:47: Mein ganz herzliches Dankeschön an Sie alle.

01:27:18: Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Annemarie, bevor wir Den Abend in angenehmer Runde ausklingen lassen.

01:27:46: Drei kurze Dankeschön!

01:27:49: Liebe Annemarie, dir gilt unsere Katholation von Herzen.

01:27:54: Zweimal Standing Owations.

01:27:57: Unglaublich du hast über fünf Jahrzehnte etwas getan was sich schmier messen lässt und leicht übersehen wird.

01:28:07: Du bist geblieben wo andere gegangen sind.

01:28:09: Dafür danken wir dir im Namen der Vollberger Nachrichten und dem Namen der gesamten Festversammlung.

01:28:16: Mein Dank gilt allen, die zum Gelingen beigetragen haben – unserem Laudator Magnus Brunner, den Musikern und jenen, die im Hintergrund dafür gesorgt haben, dass wir einen würdigen Rahmen haben.

01:28:31: Der letzte Dank gilt Ihnen!

01:28:36: Sie haben heute das Kostbarste hergegeben, was ein voller Terminkalender hergeben kann Zeit und Aufmerksamkeit für ein Thema, das man leicht hätte auslassen

01:28:53: können.

01:28:55: Brecht hat die Welt vorhin geteilt in jene im Licht und jene dem Dunkeln.

01:29:02: Für zwei Stunden ist heute Abend niemand im Dunkeln gestanden.

01:29:07: Das ist nicht wenig Und das ist genau das was dieser Preis kann.

01:29:14: Und darin liegt sein eigentlicher Wert, nicht darin dass wir Persönlichkeiten ehren so verdient das auch ist.

01:29:22: Sondern darin, dass die ganze Gesellschaft zwei Stunden hinsieht statt wegzusehen.

01:29:30: Simon Weh hat in einem Satz gesagt, daß ich nicht besser formulieren könnte Die Aufmerksamkeit ist die seltenste und reinste Form der Großzügigkeit.

01:29:43: Danke für Ihre Großzügigkeit.

01:29:46: Ich wünsche Ihnen einen schönen Ausklang und schöne Gespräche heute Abend, danke!

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